Auslandsschweizer > 3.IIX.2013 - Auslandschweizer - ausbildungsgesetz

3.IIX.2013 - Auslandschweizer - ausbildungsgesetz

 

Die Kommission hat Anhörungen zur Revision des Bundesgesetzes über die Vermittlung schweizerischer Bildung im Ausland (Auslandschweizer-Ausbildungsgesetz, AAG) durchgeführt. Der Bundesrat hatte den Gesetzentwurf am 7. Juni verabschiedet und ans Parlament überwiesen. Die Kommission hörte vor der Eintretensdebatte Vertreterinnen und Vertreter der betroffenen Kreise an, namentlich der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK), der Auslandschweizer Ausbildungskommission (AAK) und des Dachverbands der Schweizerschulen im Ausland (educationsuisse). Angehört wurde zudem die aktuelle Direktorin der Schweizerschule Barcelona. Der Gesetzentwurf stößt im Grundsatz auf eine breite Zustimmung. Insbesondere der in Zukunft vorgesehene Verzicht auf einen Mindestanteil an Schweizer Kindern in den Schweizerschulen sowie die finanzielle Unterstützung der Vermittlung von Schweizer Bildung außerhalb der Schulen wurden von allen Anhörungsteilnehmenden unterstützt. Die Eintretensdebatte und die allfällige Detailberatung finden im Anschluß an die Herbstsession statt.

 

Aufgrund einer starken Zunahme der ausländischen Studierenden in den vergangenen Jahren an der ETH Zürich und an der EPF Lausanne hatte die WBK-N eine Kommissionsinitiative ETH. Gerechte Studiengebühren beschlossen, welche differenzierte Studiengebühren für die Studierenden ermöglichen soll. Das  Bundesgesetz über die Eidgenössischen Technischen Hochschulen (ETH-Gesetz) soll entsprechend angepasst werden. Insbesondere die Gebühren für Studierende, deren Eltern in der Schweiz steuerpflichtig sind oder während einer zu bestimmenden Zeitspanne waren und jene für alle anderen Studierenden sollen unterschiedlich festgelegt werden können. Für Letztere soll die Studiengebühr höchstens das Dreifache betragen dürfen. Im Rahmen des Zustimmungsverfahrens stellte sich die WBK-S die Frage, ob hierfür das Instrument einer Kommissionsinitiative der richtige Weg sei. Mittels einer Kommissionsmotion könnte das zuständige Departement mit dem ETH-Rat eine gesetzliche Regelung ausarbeiten. Zudem könnten differenzierte Studiengebühren an den beiden ETH auch einen Rückgang von talentierten ausländischen Studierenden zur Folge haben und in den heute gut funktionierenden Wettbewerb mit anderen europäischen Bildungsinstitutionen eingreifen. Aufgrund dieser Überlegungen lehnte es eine knappe Mehrheit der WBK-S ab, dem Beschluß der WBK-N zur Ausarbeitung einer Gesetzesvorlage zuzustimmen.

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March 01. 2017 21:31:57
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